Melbourne

Donnerstag, 05.03.2015

So und dann war ich fast zwei Wochen in Melbourne. Am Anfang fand ichs ja so... GROSSSTADT! Aber nach einigen Tagen wollte ich nicht mehr weg. Ich kann nicht genau sagen, was es ist, was mir so an Melbourne gefallen hat, vielleicht war es das saubere Hostel, in dem ich gewohnt hab (und das schrecklich teuer noch dazu war). Vielleicht wars das Essen, das ich da genossen habe, vielleicht die Leute mit denen ich Spass hatte, vielleicht die Strassenkunst, die alten Gebaeude, das kostenlose Strassennetz. Ich kann es nicht sagen, aber in Sydney fuehle ich mich mittlerweile verloren.

So wir fangen mal von Anfang an an. Ich kam erst mal an und hab die ersten paar Tage in Ruhe verbracht, bin frueh schlafen gegangen, hab mir in Ruhe ein paar Sachen angeguckt. Ich hab die kostenlose Melbourne Spaziergangstour gemacht, ich es auch in Sydney gibt und von der ich dort schon sehr begeistert war. So hab ich ganz viele Sachen in Melbourne gesehen. Was mich am meisten begeistert hat war vielleicht die ganzen alteuropaeisch aussehnden Gebaeude, denn weil Australien ihre Heimatkultur in Form der Aboriginies ja zuerst verjagt hat, mussten sie das mit europaeischem fuellen. Irgendwie schade, aber auch sehr schoen. Das Royal Exebition Building fand ich dabei am schoensten.

Und das schoene daran, ich weiss nicht ob ihr das Bild oeffnen und zoomen koennt, aber da sind Platapuse, also SCHNABELTIERE auf dem Brunnen abgebildet. Also doch nicht nur europaeisch. Ich liebe Platapuse <3 *foreverinlove*

Besonders schoen fand ich dann noch die Streetart. Manu das wird dir gefallen, wollen wir dir mal GUTE GRAFITI zeigen, also nicht so ein "ey ich f*** deine mudda ey" Gedoens. KULTUR!

Einfach wunderschoen. Es wird in den Lanes teilweise wirklich alles zugesprueht, der Boden, die Autos, die Waende, die Decke und die MUELLTONNEN. Und es gibt einfach wunderschoene Bilder, die ich gerne so auch in Deutschland sehen wuerde. Sprayen ist in Melbourne uebrigens genau so illegal, wie in Deutschland bis auf vereinzelte Stellen, aber in Melbourne wird das gerade bei den Bars als Attraktion und Verschoenerung gesehen, weshalb die Besitzer der Gebaeude talentierten Sprayern erlauben ihre Aussenwaende zu dekorieren.

So dann nach der Free Melbourne Tour, war ich dann am naechsten Tag bei verschiedenen Parks, sowie dem Shrine of Rememberance, ein riesiges Gebaeude, das zur Erinnerung an den ersten Weltkrieg gebaut wurde. Und nachdem der zweite Weltkrieg ausgebrochen ist, dachte man sich, verdammt wieso haben wir mit dem Mist nicht gewartet. Als guenstigere Variante haben sie dann noch eine Saeule neben das wundervolle Gebaeude gesetzt. Irgendwo muss man ja sparen koennen, vor allem nach zwei Kriegen.

Wem faellt auf, dass das schoen wieder seeehr europaeisch aussieht? Naja irgendwo wurde Australien ja doch von den Affeninselbewohnern besiedelt, traurig aber wahr, ich find damit ist vielleicht viel verloren gegangen, das man jetzt auch nicht mehr zurueck holen kann.

So und die restlichen paar Tage habe ich dann mit verschiedenen Leuten verbracht, bin in den Royal Botanic Garden spazieren gegangen, auf den Queen Victoria Market, in der Stadt bummeln und da hab ich einen Digeridoospieler endlich fotographiert, um auf die nachfrage gewisser Leute zu reagieren *husthust Steffan K.*. Und er war seeehr talentiert, hat mir gefallen

So und das wars auch schon von meinen wunderschoenen zwei Wochen in Melbourne. Und jetzt lass ma wieder in Sydney gammeln, mate!

Philllip Island

Dienstag, 24.02.2015

Ja und dann war ich gleich am Tag nach der Great Ocean Road auf Phillip Island. Ich war erst verwirrt, weil die Tour angeblicherst um 11 Uhr losgehen sollte und dann stand ich um 10.50 draussen vor dem Hostel und es waren so schrecklich viele Menschen da, mein Handyakku ist auch fast leer, weil ichs immer wieder vergessen habe ihn aufzuladen. Denn seit mein normales Handy kaputt ist benutze ich mein Ersatzhandy kaum noch, eben nur zum Telefonieren und das mach ich nicht besonders oft. Aber dann um 11.03 ueberkommt mich die Panik, dass ich vielleicht eine Stunde zu spaet bin, weil ich sie falsch verstanden haben koennte. In dem Moment, als ich das Reisebuero anrufen will, ruft jemand meinen Namen aus und beruhigt mich . Also wirklich erst um 11, nichts falsch verstanden. Und als der Bus dann da war, wurde mir auch klar, weshalb so spaet. Denn die Pinguine kommen erst rauss, wenn es dunkel wird und das war erst um ca 8.40 Uhr. Also wurde es ein langer Tag. Meine Kopfschmerzen machten es nicht umbedingt besser. Denn an diesem Tag hatte ich schreckliche Kopfschmerzen, vermutlich wegen der Klimaveraenderung innerhalb der letzten Tage. Ich meine ich bin von den feuchtheissen Tropen von Darwin durch die Wueste bei ueber 40 Grad nach Adelaide gereisst, was auch nicht wirklich kuehler war und dann innerhalb von drei Tagen bin ich ueber die Great Ocean Road nach Melbourne gereist, wo es gefuehlte 20 Grad weniger hatte. Zumindest so kalt, dass ich meine lange Hose brauchte, sowie meine Fliesjacke mit meiner Regenjacke. Da kann ich meinem Kopf nicht wirklich veruebeln, dass er sich schlecht fuehlt. Und geplante Rueckkehr war um 12 Uhr Nachts, juii...

Bevor wir auf Phillip Island waren, sind wir noch in einen kleinen Streichelzoo auf dem Festland gewesen, wo man wieder einmal ein Koala Foto haette machen koennen, was ich aber nicht gebraucht hab, ich hab ja schon zwei . Weiterhin hatten sie kleine Dingos, die wirklich knuffig aussehen, aber ich bin Dingos gegenueber sehr befremdlich, seit ich mitten in der Nacht alleine zweien gegenueber stand und dachte mein Leben sei vorbei.

Obwohl Dingos so knuffig aussehen, als seien sie normale Hunde, NEIN SIE SIND KEINE HAUSTIERE, mehr sind Dingos wie Woelfe, Wildhunde eben und zumindest auf Frazer haben Dingos auch nichts dagegen Menschen zu essen, sogar recht gerne.

Mein absolutes Highlight waren mal wieder Wallabys, ich dachte ich sei darueber hinweg, wie knuffig schon die normal grossen sind, aber nein der Streichelzoo muss ja umbedingt Wallabys in Hasengroesse haben. OOOOH <3

Ich konnte einfach nicht aufhoeren dieses kleine Kerlchen zu fotographieren. Es war einfach sooooooo knuffig!!!!

Naja danach kamen wir dann ganz kurz durch Phillip Island, denn wir sind gleich weiter auf eine kleine Nebeninsel gefahren, wo eine kleine Farm war. Und da haben wir dann eine Arbeitshundvorfuehrung gesehen, sowie eine Vorwuehrung, wie man ein Schaf schert.

Und dann kamen wir mal wieder zu Koalas. Und wir hatten glueck, denn wir haben den ein oder anderen Koala gesehen, der sich bewegt hat. Denn Koalas schlafen ca 20 Stunden am Tag und die vier Stunden, die sie wach sind verbringen sie auch nicht an einem Stueck. Mehr sieht so aus: 10 Minuten Wach, Stunden schlafen, wieder 10 Minuten wach, und so weiter. Aufwachen tun sie in erster Linie auch nur um sich ein klein wenig zu dem naechsten Eukalyptusblatt zu bewegen. Und sie schlafen nicht die ganze Zeit weil sie high vom Eukalyptus sind, was viele glauben, nein es liegt daran, dass Eukalyptus kaum Energie liefert und sie sehr viel Energie alleine dafuer brauchen, dass sie das Gift aus dem Eukalyptus verdauen. Also muss man eben so viel Energie sparen, wie geht. Also SCHLAFEN.

Aber dieses Koalaweibchen, hat sich sogar recht weit bewegt.

Ja und danach haben wir uns schon in ein kleines Staedtchen bewegt um Abend zu essen.

Danach ging es dann Richtung Pinguine. Erst haben wir einen kleinen Abstecher dahin gemacht, wo die meisten Pinguine hinwatscheln, zu ihren von Menschen gebauten 5 Sterne Huetten. Man wollte diesen Superpinguinen ein wenig die Arbeit erleichtern und ihnen nicht noch mutmassen ein Loch buddeln zu muessen.

In dieser Huette ist uebrigens ein Pinguin drin, denn ich durfte die Pinguine auf der Pinguin Parade nicht fotografieren. Denn da es dunkel ist muss man im quasi mit Blitz fotographieren oder mit Licht, damit man ein erkennbares, nicht ganz schwarzes Foto bekommt. Aber den Pinguinen wird von dem Blitzlicht schlecht und sie werden orientierungslos. Ich konnte es einfach nicht uebers Herz bringen trotzdem Fotos zu machen, denn...

Wenn die Pinguine aus dem Meer kommen, haben sie da teilweise bereits tagelang nach Futter gesucht. Dann kommen sie total vollgefuttert aus dem Wasser und werden von sehr vielen hungrigen Moewen begruesst, die nur auf eine Gelegenheit warten die Pinguine auseinander zu jagen und einen oder zwei zu fressen. Das heisst, sie kommen raus, sehen die Moewen, bilden einen kleinen Pinguin Circle of Trust und wenn sich auch nur eine Moewe bewegt rennen sie alle wieder zurueck ins Wasser und lassen sich wieder ein Stueckchen ins Meer rein spuelen, wo die Moewen ihnen nichts koennen. Dann kommen sie irgendwann wieder raus. Das geht so lange, bis sie es schaffen an den Moewen vorbei zu kommen. Und dann haben sie einen 2km langen weg bis zu ihrem zu Hause. Taffe Tierchen. Auf dem ganzen Weg befinden sie sich quasi in Lebensgefahr, sowie auf der ganzen Futtersuche (wo sich Haie freuen), also fast 90 Prozent ihres Lebens. Erst wenn sie in ihrem Haeuschen sind, sind sie halbwegs sicher. Und wenn sie daheim sind erwarten sie nicht selten ihre kleinen hungrigen Pinguinchen und wollen gefuettert werden.

So und wenn man dann ein Foto macht, ist es sehr wahrscheinlich dass folgendes passiert.

A) Ihnen wird schlecht und sie uebergeben sich, was heisst, dass die kleinen Pinguine daheim kein Futter bekommen. (Pinguine fuettern die kleinen mit dem, was sie quasi schon vorverdaut haben)

B) Sie total orientierungslos werden, von der Gruppe abkommen und dann von einer freudenspruenge vollfuehrenden Moewe gefressen werden.

Boah ich bin fast ausgerastet, wenn irgendjemand neben mir nen Blitz losgelassen hat.

Ich hab dann eine Postkarte fuer mich und ein Foto (das anscheinend unter kontrollierten Massnahmen aufgenommen wurde) gekauft. Muss ich dann halt einscannen, was ich aber noch nicht gemacht habe.

Ja und dann sind wir noch ca 2 Stunden wieder zurueck nach Melbourne gefahren.

Und um 1 lag ich dann im Bett, todmuede

Great Ocean Road

Sonntag, 22.02.2015

Als ich dann endlich im Bus fuer die Great Ocean Road Tour sass, war dann alles halbwegs in Ordnung. Und als ich sah, dass eine meiner Outbacktour auch in der selben Gruppe war, war ich ziemlich gluecklich, ich kenne Menschen!!! Und das witzige war, dass ich bei einem unserer ersten Stopps Esther und Anne wiedergetroffen habe, mit denen ich die Outbacktour gemacht habe. Ja also unser erster Stopp war mal wieder ein Wasserfall, aber man wird nie muede unter Wasserfaelle zu schwimmen.

Genauer gesagt waren wir sowieso erst in den Grampions, ein Gebirge in Victoria, in dem die letzten Jahre recht viele Bushfeuer gewuetet haben. Leider. So viel vom Wald ging dadurch verloren.

Ja und das Plastikkanguru, dass ich da in der Hand halte, ist Skippy unser Maskottchen. Und wir haben alle absichtlich eine Koenig der Loewen Pose eingelegt, einfach weil wir es witzig fanden dazu immer the Circle of Life zu singen.

Ja und recht schnell waren wir schon bei unserem Hostel dann. Am ersten Tag haben wir also lediglich die Grampians besucht, was aber gut so war, da hatten wir viel Zeit zum Wandern.

Am zweiten Tag ging es dann los zur Great Ocean Road.

Dort trafen wir auf autemberaubende Straende, Felsformationen und Sonnenuntergaenge.

The Grotto

The Grotto

Die London Bridge war eigentlich mal so wie auf dem Schild auf der rechten Seite. Es gibt eine recht witzige Geschichte zum Einstuerzen des ersten Teils. Anscheinend hat an dem Tag eine Frau blau auf der Arbeit gemacht, genauso, wie ihr Boss. Beide haben sich auf der London Bridge getroffen, denn sie hatten eine kleine Affaere, waren aber beide Verheiratet. Wir koennen und vorstellen, was sie da gemacht haben und dann stuerzt diese Bruecke ein und sie sind auf der zweiten Haelfte gestrandet. Nun ja hoffentlich waren sie wieder angezogen, als der Rettungshubschrauber sowie der Fernseherhubschrauber kam und Gesichter haben sie auch nicht gezeigt. Aber beide haben sich von ihren Ehepartnern getrennt und haben dann geheiratet und sind das jetzt auch seit 25 Jahren.

Nun jaaa...

Die letzten zwei Bilder sind die zwoelf Apotel, wobei es nur 9 waren, naja eigentlich 8 einer ist vor ein paar Jahren kollabiert. Frueher, also gaaanz frueher hiessen sie anscheinend mal Mama Sau und die kleinen Saeulein.... Australische Farmer .

Am dritten Tag gingen wir dann noch in einen Regenwald und dann ging es auch schon auf den Weg nach Melbourne.

Ja und da bin ich dann fuer 9 Tage

Adelaide

Samstag, 21.02.2015

Ich kam dann Nachmittags um 13.30 in Adelaide an und wurde vor unheimlich viele Probleme gestellt. Wie zur Hoelle komme ich zu meinem Hostel, denn mal wieder koennen sie mich nicht abholen, was sehr viele Hostels allerdings anbieten. So und weil der Ghan ja natuerlich ausserhalb der Stadt halten muss, musste ich dann ein Taxi in die Stadt zur Zugstation nehmen. Es fuhr ja kein Bus dahin. So und dann war ich ja auch ausserhalb von Adelaide naemlich in Port Adelaide ueber Nacht. Also nahm ich einen Zug nach Port Adelaide. Von da an bin ich dann noch mal fast eine halbe Stunde mit meinem fetten Rucksack bis zum Hostel gelaufen, nur um festzustellen, dass ich am naechsten Morgen, wenn ich die Great Ocean Road Tour antreten wollte, nicht mit dem Zug fahren kann, da der zu spaet abfaehrt. Und abholen wollten die mich ja natuerlich auch nicht, was allerdings die meisten Touren selbst in Sydney machen. Naja dann musste ich also am naechsten Morgen wieder soein schrecklich teures Taxi in die Stadt nehmen, ich haette um mich schlagen koennen. Naja als ich dann in dem Bus sass, wars wieder besser, aber davor haette ich am liebsten mein Maschienengewaehr gezueckt. Aber hey, was tut man nicht alles fuer eine tolle Zeit.

Alice Springs

Donnerstag, 19.02.2015

Und dann sass ich fuenf Tage in Alice Springs fest. Denn ich wollte mit dem legendaeren Ghan nach Adelaide fahren. Nun ja also bei 40 Grad Celsius draussen im Schatten will man so viel wie moeglich vermeiden nach draussen zu gehen, sodasss ich nicht mal den Pool in anspruch genommen habe, aus Angst zu verbrennen. Ich bin also lediglich nach draussen gegangen um Essen zu kaufen und den Rest der Zeit habe ich damit verbracht zu lesen und mich fuers Studium zu informieren, irgendwas muss man ja tun. Aber die Zeit ging auch noch rum . Leider hatte ich in ganz Alice Springs keinen kostenlosen zugang zu einem Computer mit Internet, sodass ich kein Blog schreiben konnte oder Bilder hochladen konnte.

Und dann gings zum Glueck auch schon auf den Weg zum Bahnhof in den Zug.

Der Ghan ist ein Zug der von Darwin bis nach Adelaide faehrt und in Alice Springs haellt. Er heisst Ghan, weil die Gleise grossteils von Afghanischen Arbeitern durchs Outback gelegt wurden. Der Zug fuhr von Alice Springs bis nach Adelaide mehr als 24 Stunden, war aber komfortabler, als jedes Flugzeug oder der Greyhound. Man konnte seinen Sitz soweit zurueck klappen, dass es fast ein Bett wer, das einzige Problem war, wo sollte meine Fuesse zum Schlafen hochlegen, denn irgendwie kann ich schwer mit Fuessen auf dem Boden schlafen, aber auch das konnte ich bei meiner Koerpergroesse relativ leicht managen. Und durch gute Gesellschaft ging die Zeit auch recht schnell rum.

Wayoutback Part 3 - Uluru, Kata Tjuta, Kings Canyon

Donnerstag, 12.02.2015

Und der letzte Part unserer Tour ging dann nach einem Tag Alice Springs los. Wir waren auf dem Weg zum ULURUUUUU oder Ayers Rock liebes SWR 3 Team ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie eine Teilnehmerin an eurem Urlaubsquiz fast nicht gewonnen hat, weil sie Ayers Rock statt Uluru gesagt hat dabei ist das das gleiche!!! o.O Naja im Nachhinein muss ich gestehen dass Uluru eigentlich der Felsen ist, der leider nur Platz drei der Felsen im Nationalpark hat. Denn Kata Tjuta und Kings Canyon sind einfach so schoen. Uluru ist nur deshalb so beruehmt, weil man am meisten von ihm weis. Denn von den anderen Felsen geben die Aboriginies keine Geschichten preis, die sind denen naemlich noch heiliger als Uluru. Aber mal nicht alles vorweg genommen.

Nachdem wir um 5.10 morgens abgeholt wurden fuhren wir nicht nur gefuehlte 7  Stunden von Alice Springs bis zum Nationalpark, wo wir erste zu unserem Campingplatz fuhren, weil wir da dann Lunch hatten und auch den ein oder anderen vom Flughafen aufsammelten. Und dann ging unser Weg zum Uluru. Wir durften leider keinen Rundgang machen, da es ueber 40 Grad Celsius hatte und das leider als lebensgefaehrlich eingestuft wurde. Und zum Thema auf den Uluru klettern: Der Felsen ist den Aboriginies heilig, es ist ein wenig respektlos dann da drauf zu klettern, mal abgesehen von dem Part, dass da auch sehr viele schon bei gestorben sind. Aber wir haben uns dann eine Wasserstelle angesehen und noch ein wenig Aboriginal Rock Art.

Ich find es uebrigens mal wieder Faszinierend, wie die Aboriginies ihre Geschichten da haben. Denn zum Uluru gibt es sehr viele Creation Storys. Eine davon ist von einer guten (nichtgiftigen) Schlange und einer boesen (giftigen) Schlange. Die gute Schlange, eine Python wollte ihren Neffen besuchen. Sie hatte ihre Eier dabei und legte sie an einer Ecke ab (Wo heute sehr viele Runde Felsen liegen) und machte sich dann auf die Suche nach ihrem Neffen. Als sie gerade am Wasserloch eintraf sah sie gerade noch wie die boese Schlange ihren Neffen umbracht, der mit ihr in einen Streit geraten war. Die Python fragt die boese Schlange, warum sie ihren Neffen umgebracht hat, und sie meint immer: "Ist nicht deine Sache". Da wird die Python wuetend und gibt der boesen Schlange einen sogenannten Sorrycut (Aboriginiefrauen hatten da einen angespitzten Stock und wenn jemand unrecht getan hat, hat die Frau denjenigen mit dem spitzen Ende des Stocks geschlagen bis er auf der Stirn geblutet hat weil er einen Kratzer hatte, danach durfte man aber nicht mehr schlagen). Allerdings hat die Schlange aber noch mal zugeschlagen und damit den Schaedel der boesen Schlange aufgeschlagen, die dann starb. Und das interessante daran ist, dass an der Stelle an der die Python die zwei Sorrycuts gemacht haben soll sind zwei grosse Risse im Felsen, einer groesser, als der andere und aus dem groesseren sieht es sogar so aus, als wuerde Blut rauslaufen. An dem Wasserloch sind weiterhin drei Schwarze grosse Linien zu sehen, was angeblich die drei Schlangen sind. Die Aboriginies glauben, dass die Python immernoch im Uluru ruht und nicht aufgeweckt werden soll.

Abends haben wir dann den Sonnenuntergang am Uluru und Kata Tjuta betrachtet.

Links ist Uluru und Rechts Kata Tjuta.

Am naechsten Morgen haben wir dann den Sonnenaufgang betrachtet. Wozu wir wieder sehr frueh aufstehen mussten.

Am Tag waren wir dann am Kata Tjuta, dem groesseren Felsen im Nationalpark. Wir haben erst eine kleine Wanderung durch den Kata Tjuta gemacht und dann haben wir uns auf die lange

Fahrt zum Kings Canyon Campingplatz gemacht.

Und dann sind wir im am letzten tag 4 Stunden auf dem Kings Canyon gewandert und haben viel ueber Buschessen, Aboriginie Jagd und noch Geographie gelernt.


Felsen, der aussieht, wie eine Schildkroete

 

Der Garten von Eden. <3

Einfach schoene Felsen.

Und letzteres is eine Eidechse, die versucht hat eine andere Eidechse zu verfuehren, aber  klaeglich versagt hat. Das Weibchen ist panisch geflohen.

Ja und dann wurden wir wieder in Alice Springs abgesetzt. Tja...

Wayoutbacktour Part 2 - Darwin nach Alice Springs

Sonntag, 08.02.2015

Unser neuer Tourguide war Kiwi Kate, eine Neuseelaenderin, die bereits seit 2 Jahren in Australien fuer Wayoutback arbeitet und auch bald mit ihrer Schwester weiter die Welt bereisen wird, da sie hierin Australien ein wenig Geld ansparen konnte. Mit Kiwi Kate machten wir uns von Darwin auf den Weg Richtung Alice Springs, wo wir den Stuart Highway befahren haben, den Haupt Highway Mitten durchs Outback. Dort wurde auch die Telegraph Line gebaut. Adelaide war durch eine Telegraphstation direkt mit England verbunden, allerdings das Noerdliche Ende nicht, das wollte man aendern, damit eine Nachricht nach England nicht Monate dauert. Und so machte sich John O. Stuart (Ich glaube er hies John O.) auf den Weg das Outback zu erkunden und eine gute Linie fuer die Telegraph Line zu finden. Nach drei Versuchen hat er es dann geschafft. Leider wollte ihn Australien nicht in einem bezahlen, da er ein dezentes Trinkproblem hatte und dann ist er nach Schottland zurueck gegangen, wo er dann einsam an den Folgen der langen ungesunden Reise durchs Outback gestorben ist (Liebe Kinder ernaehrt euch deshalb nicht wie John O. Stuart nur von Lollies sondern esst auch Obst und Gemuese denn daran ist unser lieber John naemlich gestorben.)

Aber abgesehen von der Telegraph Line haben wir auch wunderschoene Gebirge gesehen,

noch den ein oder anderen Wasserfall

und vor allem viel ROT.

Und wir haben einen Termitenhuegel angezogen :) Daraus machen sich viele Leute einen Spass, darunter auch Kiwi Kate, die uns ein Tshirt zum Anmalen mitgebracht hat und dann haben wir den Termitenhuegel angezogen wie ein Schneemann und weil ein Tourmitglied Geburtstag hatte, haben wir ihn noch mit Luftballons verziert.

Und mein absoluter Lieblingsstopp in der Tour war dann The Devils Marvel. Wunderschoene Felsen. Rund, wie Baelle und riesig, so als haette die da jemand einfach hingeschmissen.

In Wirklichkeit entstanden die Felsen durch verschiedene Ablagerungen, die sich in Millionen von Jahren dort angesammelt haben, vom Wasser oder aus anderen Gruenden vertikale Risse bekommen haben durch die der Wind und Wasser durchkamen und den Stein wunderschoen abtragen konnten. Der Wind mit dem ganzen Sand wirkt wie Schmirgelpapier und rundet die Felsen seitdem ab. Und ueber Jahrmillionen wurden diese wunderschonen Felsen gebildet.

Tja und dann waren wir nach ettlichen verrueckten Roadhousestops auch schon fast in Alice Springs. Die Roadhouses waren teilweise gruselig, weil sich da schon psychopatische Moerdergeschichten abgespielt haben, denn wir waren in Wolfs Creek UUUUH.

Wayoutbacktour Part 1 - Kakadu National Park

Donnerstag, 05.02.2015

Und nun begann unser erster Teil unserer 10 taegigen Tour. Unsere Tour war insgesamt in 3 Teile aufgeteilt. Der erste Teil war im Kakadu National Park bzw im Litchfield National Park. Es war einfach WUNDERSCHOEN. Wir haben so viele Wasserfaelle gesehen, so viele schoene Landschaften, einfach atemberaubend. Ich bereue es kein bisschen in der Regenzeit dort gewesen zu sein, es hat nicht mal geregnet. Aber es war alles ueberflutet, weshalb es schwer war durchzukommen aber zum Glueck hatten wir einen erfahrenen Fahrer und Guide (Kelly) und unseren Treuen 4WD Bus (kein Name).

Nach langer Fahrzeit und vielen Stops an Tankstellen waren wir dann im Kakadu National Park.

 

Dort betrachteten wir Aboriginal Rock Art.

Dies ist ein sogenanntes X-Ray gemaelde. Die dienten dazu um Aboriginies, die in Zukunft in der Hoehle hausten eine anleitung zu geben, wie man bestimmtes Essen zubereitet. Das hier ist jetzt eine Anleitung, wie man eine Schildkroete zubereitet, es gab aber auch Fische und andere gemaelde. Weiterhin wurden zum Beispiel Geschichten an die Wand gemalt, wie die Geschichte von den zwei boesen Schwestern. Aboriginies glauben an so genannte creating ancestors. Die zwei boesen Schwestern waren zwei von ihnen. Die fanden es einfach nur witzig Menschen zu aergern und irgendwann kamen sie dann auf die Idee, wenn sie sich in Krokodile verwandeln, koennen sie so viele Menschen essen, wie sie wollen und sie damit nerven. Im Endeffekt ist das eine Geschichte um Aboriginiekindern beizubringen sich von Krokodilen und Wasser fasser fernzuhalten, wenn man nicht weiss, ob da ein Krokodil drin lebt oder nicht.

Und das ist das Gemaelde davon.

Weiterhin bestaunten wir ungefaehr 2 m Hoche Termitenhuegel.

Ja der Termitenhuegel ist wirklich ueber 2m hoch.

Wir schwammen unter Wasserfaellen

Aber in erster Linie assen wir die ganze Zweit. Am ersten Abend haben wir dann eine sehr lange Bootstour ueber mehrer Billabongs gemacht, die durch den Regen verbunden waren. Leider haben wir dabei kein Krokodil gesehen, was anscheinend sehr selten ist, dass man keins sieht, weil im gesamten Northern Territory wimmelt es nur so von gefraessigen, heimtueckischen und lebensgefaehrlichen Krokodilen. Deshalb haben wir es uns im Allgemeinen zwei mal ueberlegt, ob wir ins Wasser springen sollten, selbst wenn Kelly meinte es sei total ungefaehrlich. Wir sprangen von unzaehligen Klippen, liessen uns von vielen Wasserfaellen massieren und ich wurde vor allem andauernd von Fischen beknabbert, ich weiss nicht wie ich das geschafft hab, aber niemand ausser mir wurde so dermassen beknabbert . Fuer Fische schmecke ich anscheined gut, was ja Blutegel nicht betrifft. Wir waren auch an einem Wasserfall wandern, allerdings hat sich das mehr als Hindernislauf herausgestellt, da wir mindestens 3 Spinnennetzen ausweichen mussten indem wir ueber den Boden gerobbt sind. Wir wollten es nicht riskieren gegessen oder gebissen zo werden, denn wenn eins ueber Australien und vor allem dem Northern Territory bekannt ist, dann, dass ALLES toedlich ist, also ALLES. Trau keiner Ameise. Wir waren auch im Litchifield National Park, wo teile der Bilder bestimmt gemacht wurden. Allerdings werd ich das jetzt nicht auf der Karte einzeln verlinken und ich kann mich eh nicht mehr genau erinnern, was wo war. Geschweige denn, wie es hiess.

 

Darwin

Mittwoch, 04.02.2015

Um 7.40 ging dann unser Flug nach Darwin. Nach 2 Stunden im Flugzeug, wo ich zum ersten Mal am Fenster sass, kamen wir dann an und nahmen einen Shuttle-Bus zum Hostel in dem wir schlafen sollten. Ja und das war so ziemlich alles. Wir waren zwischendrin vielleicht einkaufen oder irgendwo Internet suchen, aber hauptsaechlich gab es Darwin nichts zu tun ausser sich zu langweilen. Wer auch immer vor hat nach Darwin zu gehen, plant euch auf keinen Fall mehr, als einen Tag ein, in der Regenzeit zumindest gibt es dort nicht viel. Ausser betrunkene Aboriginies, aber selbst davon gibt es an anderen Orten mehr, was kein Vorteil sein soll. Ach und es gibt stinkende Baeume. Tja das wars wohl von Darwin.

Regenwaldtour

Sonntag, 01.02.2015

Okay jetzt hab ich mal wieder Internet bzw einen Computer um mich zu melden...

Die letzten 2 Wochen war ich nur auf Achse.

Zuerst erzeahle ich euch von meiner Regenwaldtour, die ich nach dem Great Barrier Reef gemacht habe. Es war wunderschoen. Ich war zwei Tage dafuer unterwegs.

Am ersten Tag gings recht frueh morgens los und wir wurden von unserem Tourguide Bart abgeholt. Ein etwas aelterer Mann, aber sehr bemueht froehlich und witzig zu sein, manchmal zu bemueht, aber was solls . Also sind wir durch die Piek-Hour Cairns gefahren (ich glaub wir haben insgesamt 3 Autos gesehen, in Cairns ist nicht so viel Verkehr, wie erwartet) um an Aktivitaeten ausserhalb der Zivilisation (was dadurch definiert wird, dass es mehr als 20 km vom naechst gelegenen Megges entfernt ist, zumindest laut unserem Guide). Zuerst machten wir halt an einem recht schoenen Lookout, danach fuhren wir durch die Tablelands weiter. Traurig aber wahr, dieses riesige Landschaftsgebiet war alles mal Regenwald bevor es von Deutschen (wie mein zweiter Guide mehrmals betonte) abgeholzt wurde. Jetzt leben dort viele Farmer mit ihren Kuehen, die die beruehmte australische Milch produzieren. Naja ich kann keinen grossen Unterschied schmecken, aber ich hab jetzt auch schon mehr als 5 Monate keine deutsche Milch mehr auf der Zunge gespuert . Wir sind dann zu dem Cathedral Fig Tree gefahren, ein Baum, der aus mehreren Baeumen eigentlich zusammengesetzt ist, also eigentlich kein richtiger Baum. Es sind im Endeffekt viele Aeste, die von den umrundenden Baeumen bis zum Boden gewachsen sind und sich dort verwurzelt haben, die Baeume um diesen Fig Tree sind abgestorben und verschwunden, sodass nur noch dieser Fake-Baum uebrig bleibt.

 

Die Aeste erinnern ein wenig an Saeulen einer Kathedrale, weshalb er den Namen bekam. Dann waren wir noch an einem kleinen See voller Schildkroeten und haben ein Stueckchen Regenwald begangen. In erster Linie kaempften wir gegen Blutegel, die sich an unsere Beine festsaugten, ich hab allerdings keinen einzigen abbekommen. Ich schein nicht besonders wohlschmeckendes Blut zu haben, vielleicht bin ich dann auch vor glitzernden Vampiren sicher . Ich muss mich gerade sehr hart daran zurueck erinnern, was wir alles gesehen, haben es kommt mir vor, wie eine halbe Ewigkeit! Ich glaub dann waren wir noch an einem anderen See, in dem es auch Schildkroeten gab. Ach ja und wir waren an den Mila Mila faellen!!! Das ist der Wasserfall, der in der Herbal Essences Werbung ist. Diese Hairflipp-Werbung, wo eine Wasserspur, wie ein Kreis um den Kopf ist. Ich hab jetzt auch so ein supertolles sexy Foto .

Danach sind wir in einem sehr kleinen abgelegenen Ort ohne Wlan angekommen, auch Yungabara genannt. Aber ich muss sagen, dass ich da einen der schoensten Abende bis jetzt gehabt habe. Es waren nur zwei Leute bei der zweitaegigen Variante der Tour dabei, das waren ich und Steffi, eine Schweizerin. Wir waren dann am Anfang des Abends noch nach Schnabeltieren (Platapus) in einem Teich Ausschau halten und haben auch einen gesichtet . So knuffig.  Und danach haben sich alle andern der Tour aus dem Staub gemacht und Steffi und ich haben mit unserem Guide vom naechsten Tag und Cinderella (ich hab seinen richtigen Namen vergessen, aber er hat in dem Hostel fuer Unterkunft geputzt) ein kleines Privates BBQ gehabt. Und danach sind wir mit unserem Guide, Cinderella und Mary, einer anderen sehr netten Angestellten des Hostels in den Pub gegangen. Es gab nur einen in der ganzen Stadt. Und da sassen wir dann bis um 10 haben uns Geschichten ueber ganz Australien angehoert und haben geredet, entspannt und Hunde gestreichelt. Und am naechsten Tag mussten wir dann um 6.30 aus dem Bett, denn wir wollten ja noch vor der grossen Hitze Mountainbiken gehen. Davor waren wir noch an einem anderen Fig Tree, den wir uns angesehen haben und dann waren wir schon auf den Fahrraedern und ich hab versucht zu ueberleben. Das war mein erstes Mal Mountainbiking und natuerlich bin ich gleich fast gegen den ersten Baum geknallt und bin einmal vom Fahrrad geknallt. Aber irgendwann gings dann, es war eigentlich recht witzig, auch wenn ein wenig beaengstigend. Und danach sind wir dann dreckverschmiert wieder ins Hostel gekommen, wo wir uns gleich zum Kanufahren fertig machen durften. Das wiederum war sehr entspannend, wenn auch ein wenig zu entspannend, da wir in der prallen Sonne gechillt haben, was Steffi ein klein wenig Sonnenbrand eingebracht hat (mir nicht ich hab mich gut eingecremt). Und danach wurde ich dann noch aboriginalart bemalt, was im Endeffekt daraus besteht, dass man einen Sandstein nassmacht, darauf reibt und dann hat mir Darius, unser Guide Handabdruecke ueberall auf meinen ganzen Koerper gedrueckt. Er war der festen Ueberzaeugung, dass das Cool aussah, ich war mir da nicht so sicher... Und dann waren wir noch an einer sehr gute Tankstelle essen und danach hatten wir den Nachmittag zum Schlafen. Steffi und ich haben uns dann um 4 dazu entschlossen die kleine Stadt ein wenig zu erkunden, was allerdings nicht wirklich viel war. Wir waren in einem recht niedlichen Buecherladen und haben uns dann ein Eis gekauft und sind dann noch einkaufen Gegangen fuer ein Abendessen im Bus. Ja und dann war ich wieder in Cairns im Hostel und hab gepackt fuer meinen Flug nach Darwin am naechsten Morgen, wofuer ich um 5.30 aus dem Bett musste.

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